Panzerkreuzer Potemkin
RUS 1926
70 Minuten
Regie:
Sergej Eisenstein

Mit Alexander Antonow, Wladimir Barski, Grigori Alexandrow

Sonntag: 28.10.2018 | 17:00 Uhr | Rudolf-Oetker-Halle


Sergej Eisenstein

Musik: Komposition und Dirigat Yati Durant, Orchester: Braunschweiger Staatsorchester


 

Die gescheiterte russische Revolution von 1905 inszeniert Sergej Eisenstein in seinem berühmtesten Film Panzerkreuzer Potemkin als Tragödie in fünf Akten. Hergestellt zum 20. Jahrestag der Meuterei auf dem zaristischen Kriegsschiff vor dem Hafen von Odessa am 14. Juni 1905, gliedert er sich in die Akte „Menschen und Maden“, „Tragödie auf dem Schiff“, „Ein Toter ruft auf“, „Die Treppe von Odessa“ und „Begegnung mit dem Geschwader“.

 

Trotz der Verbote und Boykottmaßnahmen, die die Fahrt des Panzerkreuzers Potemkin jahrzehntelang begleiteten, wurde er 1958 auf der Brüsseler Weltausstellung von der internationalen Filmkritik nahezu einstimmig mit dem Prädikat des „besten Films aller Zeiten“ ausgezeichnet. Walter Benjamin sah ihn als gelungenes Beispiel guter Tendenzkunst: „Dieser Film ist ideologisch ausbetoniert, richtig in allen Einzelheiten kalkuliert wie ein Brückenbogen. Je kräftiger die Schläge darauf niedersausen, desto schöner dröhnt er. Nur wer mit behandschuhten Fingerchen daran klopft, der hört und bewegt nichts.“

 

Die von Eisenstein filmtheoretisch und –praktisch entwickelte „Montage der Attraktionen“ ist bis heute stilprägend und fest verhaftet in unserem kollektiven Filmgedächtnis. Hommagen an die ikonische Szene des Massakers auf der Hafentreppe in Odessa finden wir bei Brian de Palma, Woody Allen und Frank Castorfs Inszenierung der „Götterdämmerung“ 2013 in Bayreuth bis hin zu einem Gemälde von Francis Bacon im Städel.

 

Unumstritten als einer der besten und einflussreichsten Filme aller Zeiten bis heute, ist Panzerkreuzer Potemkin eine Inspirationsquelle gerade auch für Filmmusiker. Die Murnau-Gesellschaft stellt die 2005 komponierte Filmmusik von Yati Durant vor in Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival und dem Braunschweiger Staatsorchester.

Film + MusikFest 2018

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