Das Cabinet des Dr. Caligari
Deutschland 1920
ca. 75 Minuten
Regie: Robert Wiene
Drehbuch: Carl Mayer, Hans Janowitz
Kamera:   Willy Hameister
Darsteller:  Werner Krauß, Conrad Veith, Friedrich Veher, Lil Dagover

Freitag:  31.10.2014 20.00 | Rudolf-Oetker-Halle


Robert Wiene: Das Cabinet des Dr. Caligari

Orgelbegleitung: Wolfgang Seifen


 

WER IST HIER WAHNSINNIG?
„Als der Somnambule seine Augen zum ersten Mal öffnete, schrie eine Frau im Publikum“, erzählte Drehbuchautor Hans Janowitz von der Uraufführung.
Denn mit dem Aufschlagen der Lider beginnt das Grauen. In dem Moment, als der Jahrmarkt-Hypnotiseur Dr. Caligari sein ewig schlafendes Medium Cesare erweckt, damit der einem Freiwilligen die Zukunft voraussage. Auf die arglose Frage eines jungen Mannes „Wie lange werde ich leben?“ antwortet Cesare: „Bis zum Morgengrauen!“
Die unselige Prophezeiung bewahrheitet sich, noch in der Nacht wird der Unglückliche Opfer eines Serienmörders. Wie besessen sucht der beste Freund des Toten nach dem Täter. Seine Nachforschungen führen ihn schließlich in ein Irrenhaus am Rande der Stadt.

Dank der Unterstützung des Medienhauses Bertelsmann wurde durch die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung eine digitale Restaurierung dieses Meilensteins deutscher Filmgeschichte in Auftrag gegeben. Die noch erhaltene Urfassung des Films und alle bis heute existierenden historischen Kopien bildeten die Grundlage der insgesamt zwei Jahre dauernden Restaurierung. Obwohl „Caligari“ nie Kürzungen durch Zensurbehörden oder Produzenten erfahren musste, gab es zahlreiche Bildsprünge, weil bis zu zwanzig Einzelbilder einer Einstellung fehlten. Dies erzeugte ein ruckelndes Bild und unterbrach den Rhythmus des Films. Oft fehlten auch Anfang und Ende der Einstellungen. Der Vergleich des Kameranegativs mit den Kopien ergab, dass sich 67 Einstellungen durch Bilder der Kopien ergänzen ließen und so z. B. fließende Bewegungsabläufe wieder hergestellt werden konnten.

Film + MusikFest 2014


Das Cabinet des Dr. Caligari
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