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Samstag 12.11.2011| Rudolf-Oetker-Halle| 17.00 h Teil 2: Kriemhilds Rache Siegfrieds Mörder Hagen versenkt den Nibelungenschatz – und damit die finanzielle Basis für Kriemhilds Rache – im Rhein. So heiratet Siegfrieds Witwe den Hunnenkönig Etzel. Bald provoziert sie einen mörderischen Streit zwischen Burgundern und Hunnen, den kaum jemand überlebt. Auch Kriemhild wird auf Befehl von Etzel erdolcht. Fritz Langs ›Nibelungen‹ gilt als der aufwendigste Monumentalfilm der 1920er Jahre. Die Murnau-Stiftung Wiesbaden arbeitete bis 2010 mehr als vier Jahre lang an der bereits zweiten Restaurierung des Films. 18 Versionen aus aller Welt und erhaltene Outtakes wurden Bild für Bild untersucht, verglichen und möglichst originalgetreu rekonstruiert. Selbst das drastisch veränderte Finale des zweiten Teils entspricht nun wieder Langs Director’s Cut und verdeutlicht seine Botschaft, dass die Dynamik der Zerstörung dem statischen Heroismus folgt. Rekonstruiert im aufwändigen Originalverfahren wurde auch die Viragierung des Films in warmen Orangetönen. Mit dieser bewussten Reduzierung der Kontraste wird auch Langs ausgeklügelte Lichtdramaturgie verdeutlicht. So kann nun sein Meisterwerk aus Licht und Schatten in seiner ursprünglichen Qualität wiederentdeckt werden. Die Originalmusik von Gottfried Huppertz (1887 – 1937), der auch ›Metropolis‹ vertonte, wurde nach seinen Aufzeichnungen neu ediert. Ihre Klangsprache orientiert sich an der Musik der Spätromantik, Leitmotive verweisen auf Wagner, aber Huppertz komponierte bildgenau ein effektreiche eigenständige Filmmusik.
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